Archiv für den Monat: Juli 2014

Zur Idee und Mission des Vereins

Alberto Santoro reist seit Jahren nach Kuba ohne am Leben der Touristen und reichen Besucher teil zu nehmen. Die Menschen in Kuba leiden noch unter Armut und Problemen, deren Lösung nicht von heute auf morgen und nicht durch neue Kolonialisierung, nicht durch importierte Produkte oder durch viel Geld zu lösen sind.

Alberto hatte bei einer Reise mit Verwandten Ender der 90er Jahre ein Schlüsselerlebnis.

Auf einem der vielen freien Flächen in der Nähe der Hauptstadt Havanna spielte er und ein paar Freunde mit einem schönen neuen Fußball, was schnell Nachbarkinder anzog. Es blieb nicht bei nur einigen Mitspielern, sondern bald kamen immer mehr Kinder dazu und schließlich rannten über hundert lachende wilde Spieler dem Ball hinterher.

Die Freude und Begeisterung der Kinder ist etwas Wertvolles. Kuba, so die Idee, hat so viel Energie und Kraft und mit etwas Hilfe können diese Kinder eine Identität finden und ihre eigene Zukunft aufbauen.

Mit seinen Erfahrungen aus der Jugendarbeit mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und auch als Fußball-Coach und Schiedsrichter ist Alberto sensibel für die Bedürfnisse und Träume der Kinder auf dem Feld und an seinem Rand.

Wenn man Kindern eigene Wege zeigt und ihnen Hilfe und Anleitung gibt, hat kleine Hilfe große Wirkung.

Als sich in 2010 die Möglichkeit zeigte, über eine Kirche in Kuba ein Sportprojekt als Trainer zu begleiten, versuchte Alberto, Unterstützung aus Deutschland zu bekommen. Die Anfragen an Vereine und Organisationen blieben aber ohne Antwort und es ließ sich kein Partner finden.

Wir wollen deshalb als neuer Verein hier beitreten und die Idee umsetzen.

Wir sind überzeugt, dass viele Dinge, die uns gemeinsam leicht fallen, mit großem Erfolg umsetzbar sind.

Der Verein will Albertos begonnene Arbeit unterstützen und ihm Rückhalt geben, das Leben vieler zu verbessern. Denen, die Hilfe brauchen, wollen wir ihre eigene Stärke zeigen um sie mit einem Lachen einer besseren Zukunft zu überlassen.

Da wir heute in einer globalen Wirtschaft leben, ist auch unsere Verantwortung gewachsen.

Wir sind uns bewusst, dass auch in Deutschland und Europa mehr Armut und Ignoranz bleibt, als wir uns das wünschen. Sie wäre sicher schlimmer ohne unser Bewusstsein, dass gegenseitige Hilfe und Verantwortung notwendig und wertvoll ist.

Pietro Alberto Santoro, Juni 2014